Die 21. Ausgabe der Schubertiade von Espace 2 hätte Anfang September in Freiburg stattfinden sollen. Angesichts der unsicheren Lage wurde der Anlass nun auf den 3. und 4. September 2022 verschoben. RTS und die Stadt Freiburg fällten diesen Entscheid, damit die Gäste das grösste Volksfest für klassische Musik in der Schweiz unbeschwert geniessen können. 

Sich frei in der Stadt bewegen und von einem Konzert zum anderen wechseln, bei Schuberts Deutscher Messe in den Chor der 4’000 Sängerinnen und Sänger einstimmen, musikalische Neuentdeckungen machen und sie bei einem Glas mit anderen teilen: Das macht die Schubertiade von Espace 2 so einzigartig. Damit dieser Geist, der an einem Wochenende rund 15’000 Menschen beseelt, erhalten bleibt, hat das Organisationsteam beschlossen, den Grossanlass zu verschieben. «Die Schubertiade steht insbesondere für gemütliches Zusammensein, für informelle Treffen und musikalische Überraschungen in entspanntem Rahmen. Damit wir diesen Erwartungen gerecht werden, haben wir in Übereinkunft mit den Freiburger Behörden entschieden, uns zeitlich nicht unter Druck setzen zu lassen und das Fest auf einen Zeitpunkt zu verlegen, der uns günstiger erscheint», sagt Alexandre Barrelet, Präsident des Organisationskomitees bei RTS und stellvertretender Redaktionsleiter Kultur bei RTS.

Viele der Orchester, die für die diesjährige Ausgabe programmiert waren, konnten nicht regulär proben. Das gilt namentlich auch für zahlreiche Chöre, die in Freiburg erwartet wären. Auch die beliebte «Deutsche Messe», die traditionell am Sonntagvormittag von Tausenden Sängerinnen und Sängern angestimmt wird, kann aufgrund der Gesundheitsmassnahmen nicht aufgeführt werden. «Wegen der Unsicherheit, die im Moment herrscht, können wir uns nicht vorstellen, wie sich eine Schubertiade von Espace 2 in der Stadt Freiburg umsetzen liesse. Mit grossem Bedauern und viel Optimismus verlegen wir den Anlass auf 2022 und freuen uns auf das Wiedersehen», so Laurent Dietrich, Gemeinderat und Vorsteher der Kulturdirektion der Stadt Freiburg.

«Der Verein hat sich in den letzten Monaten sehr dafür eingesetzt, in dieser besonderen Zeit die Musik wieder zum Erklingen zu bringen. Mit einem weinenden Auge verzichten wir auf die diesjährige Ausgabe, um mit einem lachenden für die Klassikfans ein Musikfest 2022 zu planen, das noch mehr Neuheiten und noch mehr Gelegenheiten zum Austausch bieten wird», betont Ruth Lüthi, Präsidentin des Vereins Schubertiade 21.